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Die Regel > Kapitel I-XX
Dreizehntes Kapitel
(Wie die Brüder sich kleiden sollen)
Das Kapitular-Habit der Profeßritter ist der weiße Mantel mit dem roten achteckigen Kreuz auf der linken Schulter, damit wollen diejenigen, welche das Leben der Finsternis aufgegeben haben zeigen, daß sie mit ihrem Schöpfer durch ein reines und keusches Leben wiederversöhnt sind. Ist nicht das Weiß die unberührte Keuschheit? Ist nicht das Rot das von unserem Herrn Jesus Christus am Kreuz vergossene Blut zur Rettung aller? Sind nicht die acht Spitzen die Seligpreisungen der Bergpredigt?
An diejenigen welche nur auf bestimmte Zeit als einfache Profeßritter dienen, sei eine weiße Tunika mit dem Kreuz der Militia auf der Brust als Gewand für den Dienst gegeben.
An die Damen wird, als Zeichen ihrer Donation und ihrer Hingabe an den Dienst in der Militia, ein weißer Schleier mit dem Kreuz der Militia ohne den oberen Balken gegeben. Das vollständige Kreuz ist den Rittern vorbehalten.
Die Knappen tragen eine einfache, weiße Tunika ohne Kreuz.
Der Garderobier achtet darauf, daß das Habit nicht zu lang, nicht zu kurz, sondern dem angepaßt ist, der ihn tragen soll.
Und wenn ein neues Habit genommen wird, soll das alte an den Garderobier – im Austausch – zurückgegeben werden, weil dieses an die Knappen weitergegeben wird.
An niemandem sonst darf weiße Bekleidung gegeben werden.
Die Kapläne und alle anderen die in der Militia, unter welchem Titel auch immer, dienen, können nicht erwarten etwas zu bekommen, wenn der Meister ihnen nicht etwas spontan oder aus Liebe gibt.
Alle Brüder haben die Verpflichtung für das eigene Aussehen zu sorgen und sich zu kleiden mit Anstand und mit zu den jeweiligen Umständen passender Kleidung, unter Beachtung der sozialen Erfordernisse in solcher Weise, daß ihre Anwesenheit niemanden beleidigt, aber auch ohne jede Anlehnung an die Frivolität der Moden, zur Bezeugung der Armut.