Militia Templi - Präzeptorei der deutschen Sprache


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Militia Templi - Präzeptorei der deutschen Sprache

Die Regel > Kapitel I-XX

Achtes Kapitel

(Von den Knappen)


Das Beispiel und der gute Ruf der Ritter können junge Leute anziehen, welche auch für sich den gleichen Stil des Lebens und der Tätigkeiten wählen wollen, aber durch ihre Jugend daran gehindert sind.

Die „Militia Templi“ kann diesen Wunsch nicht ignorieren, sie soll vielmehr dafür Sorge tragen ihn zu fördern und hilft die Jungen, den schwierigen Weg des Dienstes in der Militia zu gehen.

Nachdem der Meister ihre Absicht gewissenhaft geprüft hat, nimmt er ihre Bitte an und vertraut die Knappen den Rittern an, damit diese sich um deren Erziehung und Entwicklung kümmern bis die Knappen mindestens die Volljährigkeit erreicht haben, wo sie dann darum bitten können Novizen zu werden, oder einen anderen Weg zu wählen.

Diese Jungen werden Knappen genannt und müssen das 16. Lebensjahr vollendet haben. Mit Dispens des Meisters ist es auch früher möglich.

Jeder Ritter wird regelmäßig dem Meister von den Fortschritten seines Knappen berichten.

Der Meister kann beschließen einen Knappenmeister zu ernennen der die Zeiten des gemeinsamen Lebens koordiniert, überläßt aber die direkte Verantwortung für die Erziehung des jungen Anvertrauten, dem Ritter.

Der Meister kann einen oder mehrere Knappen einem Ritter anvertrauen, gemäß seinem Urteil und je nach Notwendigkeit. Er kann die Knappen, die er wünscht, auch unter seiner persönlichen Aufsicht nehmen und eine bereits schon festgelegte Zuweisung, nach Anhörung der Ansicht der interessierten Ritter und Berücksichtigung der Wünsche des Knappen, ändern.

Der Knappe folgt seinem Ritter bei seinen Unternehmungen und seinem Leben, im Geiste vollständiger Ergebenheit, wie zwischen Schüler und Lehrer; der Ritter wird sich seiner annehmen, wie dem wertvollstem Gut das ihm Gott gegeben, in dieser von beiden Teilen gesuchten und gewollten geistigen Vaterschaft.

In gleicher Weise geschieht es mit den jungen Mädchen, welche den Weg der Damen zu gehen wünschen; diese werden Damen-Aspirantinnen genannt.


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