Militia Templi - Präzeptorei der deutschen Sprache


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Militia Templi - Präzeptorei der deutschen Sprache

Die Regel > Kapitel I-XX

Siebentes Kapitel

(Von der Aufnahme der Novizen)


Wenn jemand bittet in die „Militia Templi“ aufgenommen zu werden, sollen vor allem seine Absichten geprüft werden, ob er auch wirklich in Demut und Armut dem Herrn und der Geheiligten Jungfrau zu dienen wünscht, oder ob er mehr weltliche Wünsche zu befriedigen sucht. Dann, wenn seine Absichten wirklich ernst und fromm sind, wird er erst einmal die Regel lesen müssen. Falls er auf der Bewerbung besteht, wird er als Novize aufgenommen – zur Vorbereitung auf die Profeß oder Donation.

Während dieser Zeit, welche nach Belieben des Meisters variieren und niemals weniger als ein Jahr sein kann, muß der Meister oder jener der mit dieser Aufgabe von ihm betraut ist, vor allem die Kenntnis des Novizen über den heiligen katholischen Glauben erweitern und festigen, so daß dieser den Glauben mit größerer Kraft und Wirkung in der Welt verteidigen kann.

Man wird also die Hingabe des Novizen an das Gebet prüfen und ihn vor allem in die tägliche Übung des Stundengebetes, in Gemeinschaft oder alleine, vorbereiten.

Schließlich wird man auf seine ritterliche Ausbildung achten müssen, ihm die Geschichte des Rittertums und seine wahren Ideale vorlegen damit er sich dieses als sein Gedankengut aneignen kann.

Die Novizin jedoch muß die Hingabe für den Dienst, die Verfügbarkeit für die brüderliche Zusammenarbeit, den Geist der Andacht und die Echtheit des christlichen Lebens schätzen lernen, ohne dabei ihre Ausbildung in der Glaubenslehre und der Ritterschaft im mindesten zu vernachlässigen.

Nach abgeschlossener Zeit des Noviziats wird der Novize zu den ritterlichen Gelübden oder der Donation selbstverständlich zugelassen werden, welche mit der größtmöglichen Feierlichkeit zelebriert werden.


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