Militia Templi - Präzeptorei der deutschen Sprache


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Militia Templi - Präzeptorei der deutschen Sprache

Die Regel > Kapitel I-XX

Viertes Kapitel

(Die Instrumente der guten Taten)


Vor allem den Herrn aus ganzem Herzen, mit der ganzen Seele und der ganzen Kraft lieben und dann den Nächsten wie sich selbst.

Sich selbst völlig verleugnen, um Christus zu folgen; seinen eigenen Körper züchtigen, nicht die Bequemlichkeit suchen, das Fasten lieben.

Den Armen helfen, die Nackten kleiden, die Kranken besuchen, die Toten begraben, alle Leiden erleichtern, die trösten, welche sich in Trauer befinden.

Sich der Denkweise der Welt entfremden, nichts der Liebe zu Christus vorziehen.

Dem Zorn keinen Raum geben, keinen Groll hegen, keinen Betrug im Herzen ausbrüten, keinen falschen Friedensgruß geben, die Nächstenliebe nicht aufgeben.

Nicht schwören, um falsche Schwüre zu vermeiden, die Wahrheit mit dem Mund und mit dem Herz sagen, nicht Schlechtes mit Schlechtem vergelten, niemandem Unrecht antun; die Feinde lieben; Beleidigungen und Verleumdungen nicht erwidern, die Verfolgung für die Gerechtigkeit ertragen.

Nicht hochmütig sein, nicht sich dem Wein und der Eßlust hingeben, nicht Langschläfer noch faul sein, nicht murren noch lästern.

Seine Hoffnung auf Gott setzen, IHM und nicht sich selbst zuschreiben was wir Gutes in uns entdecken aber wohl wissend, daß das Schlechte von uns selbst kommt – und die Verantwortung dafür tragen.

Den Tag des Gerichtes fürchten, zittern beim Gedanken an die Hölle, das ewige Leben mit ganzer Seele herbeisehnen.

Sich den Tod immer vor Augen halten.

Ununterbrochen die eigenen Taten überwachen und sicher sein, daß Gott uns überall sieht.

Jeden bösen Gedanken der in unserem Herzen entsteht, sofort an Christus zerschellen.

Sich vor bösen oder ungehörigen Reden hüten, es nicht lieben, viel zu sprechen, nicht leichtsinnige oder lächerliche Reden führen, nicht unmäßig lachen.

Gerne der Lesung des Wortes Gottes zuhören, sich dem Gebet oft hingeben, im Gebet täglich Gott mit tiefem Schmerz die begangenen Sünden bekennen und suchen, sich für die Zukunft zu bessern.

Nicht die Wünsche befriedigen welche aus der verdorbenen Natur des Menschen kommen, den eigenen Willen hassen, dem Meister gehorchen.

Nicht wünschen heilig genannt zu werden, bevor man es ist, aber es wirklich zu werden, damit es später mit mehr Grund gesagt werden kann.

Täglich die Gebote Gottes erfüllen.

Die Keuschheit lieben, niemanden beneiden, nicht eifersüchtig sein, nicht den Neid pflegen, Streit nicht lieben, vor Hochmut flüchten und die Älteren respektieren, die Jüngeren lieben, für die Feinde in der Liebe Christi beten; bei einer eventuellen Auseinandersetzung mit einem Bruder, den Frieden wiederherstellen bevor die Sonne untergeht.

Und nie die Barmherzigkeit Gottes bezweifeln.

Das sind die Instrumente der spirituellen Kunst! Wenn wir diese Tag und Nacht ausüben und sie am Tag des Gerichts zurückgeben, werden wir vom HERRN, die von IHM versprochene Belohnung erhalten: „Was kein Auge geschaut, kein Ohr je gehört, das hat Gott denjenigen, bereitet, die ihn lieben.”


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