Militia Templi - Präzeptorei der deutschen Sprache


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Militia Templi - Präzeptorei der deutschen Sprache

Die Regel > Kapitel I-XX

Erstes Kapitel

(Von den verschiedenen Kategorien derjenigen, welche Unserem Herrn in der „Militia Templi“ dienen)

Es gibt drei Arten unter denjenigen, die in der „Militia Templi“ Unserem Herrn dienen und Unserer Lieben Frau in Ehrfurcht huldigen.

Die erste Kategorie ist die glorreichste der Ritter, die diejenigen umfaßt welche am Tage ihrer Investitur einmal für immer vor Gott und Seinen Heiligen sich entschlossen haben sich an die Militia zu binden, um sich in ihr zu heiligen und um zu kämpfen, ohne zu ruhen, für die Rechte Gottes und der Christenheit.

Unter denen, die auf Grund ihrer Lebensführung “Obedienzritter” genannt werden, werden vom Meister die “Rechtsritter” ausgewählt, – und ihre Anzahl wird zwölf nicht überschreiten – weise und gottesfürchtige Männer, welche den Meister der „Militia“ unterstützen sollen wo immer er es verlangt. Diese Letztgenannten werden im Kapitel versammelt, nachdem sie lange zum Heiligen Geist gebetet haben, unter sich, oder unter den Obedienzrittern den Meister der Militia wählen.

Die zweite Kategorie umfaßt die Frauen guten Willens. Angetrieben von aufrichtiger Hingabe an Gott und Unsere Liebe Frau und vom Wunsche beseelt, daß ihr eigenes christliches Leben wachsen möge, verbleiben sie in ihrem eigenen Stand und schenken einen Teil ihrer Kraft und ihrer Gebete der „Militia“ und arbeiten aktiv mit den Rittern zusammen, um mit ihnen dem Höchsten König zu dienen.

Diese werden Damen genannt. Vor Gott, dem Meister der „Militia“ und dem Kapitel, übernehmen sie feierlich ihre Verpflichtungen an dem Tag an dem Sie den Habit und das Kreuz bekommen.

Die dritte Kategorie umfaßt Männer und Frauen die wegen ihrer Jugend und ihrer Unerfahrenheit noch nicht für bereit gehalten werden eine definitive Verpflichtung einzugehen, ohne die Möglichkeit zu haben diese wieder rückgängig zu machen. Diese dienen in den Reihen der „Militia“ wie Ritter und Damen. Sie legen die einfache Profeß oder die Donation auf Zeit ab; diese muß aber alle drei Jahre erneuert werden.

Wenn sie reifer geworden sind und der Meister der „Militia“ und das Kapitel ihre Zustimmung gegeben haben, können diese, wenn es Gott gefällt, sich an die „Militia“ auf Dauer, durch Donation, oder durch die ritterliche Investitur binden.


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